Termine und Veranstaltungen 2022



Öffentliche Führungen Limeseum

Termine Öffentliche Führungen LIMESEUM

Öffentliche Führungen im LIMESEUM (Beginn: 11:00 Uhr)

Für öffentliche Führungen sind an der Museumskasse im LIMESEUM 1.50 € pro Person plus Eintritt ins Museum zu entrichten.

Öffentliche Führungen Römerpark

Öffentliche Führungen im Römerpark Ruffenhofen (Beginn: 14.00 Uhr)

Für öffentliche Führungen sind an der Museumskasse im LIMESEUM 1.50 € pro Person zu entrichten.


AKTIONSTAG 03.10.2022

Um 17.00 Uhr spielt die Blasmusik Illenschwang im Innenhof des LIMESEUMS zur traditionellen Abendserenade auf. In dem etwa einstündigem Konzert wird ein breiter Querschnitt aus dem reichhaltigen Repertoire dargeboten. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Über Spenden freut sich der Förderverein Römerpark Ruffenhofen e. V.

Auftritt der Bataver-Kohorte am 03.10.2022

11.00 - 17.00 Uhr:

Im Rahmen des inzwischen traditionellen Aktionstages tritt die Bataver-Kohorte auf und bietet für alle Besucher wieder Einblicke in das römische Soldatenleben.

Maustüröffnertag am 03.10.2022 im limeseum

Im Rahmen des „Maustüröffnertages“ der „Sendung mit der Maus“ können Kinder nach Anmeldung (Tel. 09854/97 99 242) Einblicke in das Museum hinter den Kulissen bekommen. Der etwa 40-minütige Rundgang findet jeweils um 13.00 Uhr, 14.00 Uhr und 15.00 Uhr statt. Diese kostenlose Aktion ist nur für Kinder im Alter von 5- 16 Jahren nach Anmeldung möglich.

ACHTUNG: ALLE MAUS-FÜHRUNGEN SIND AUSGEBUCHT!!!

06.10.2022 vortrag um 19 Uhr

Tobias Esch M.A. (Leiter des kelten römer museums manching)

»Die Ideen der Alten« – Zum Nachleben antiker Steinschneidekunst in Bayern

 »Die Ideen der Alten sind am aller vollständigsten auf den Gemmen, daher ist dies Studium sehr wichtig.« Mit diesen Worten fasste der deutsche Altertumswissenschaftler Christian Gottlob Heyne im 18. Jahrhundert kurz und prägnant zusammen, welche Bedeutung den Gemmen, also farbig schillernden Schmucksteinen mit gravierten Motiven, für die Erforschung der klassischen Antike und ihrer Bilderwelt beigemessen wurde.

Griechische und römische Gemmen waren auch im mittelalterlichen und neuzeitlichen Bayern hochgeschätzt und wurden vielfach nachgeahmt. Tobias Esch gibt in seinem reich bebilderten Vortrag einen spannenden Überblick über die unterschiedlichen Facetten der Rezeption im Freistaat.

Er präsentiert beeindruckende Beispiele zur Wiederverwendung antiker Gemmen im kirchlichen Kontext, zur Nutzung der Steinschneidekunst für repräsentative Zwecke, zur Erforschung der Quellengattung, zur Sammelleidenschaft von Adel, Klerus und Bürgertum sowie – als »Brückenschlag« in unsere Gegenwart – faszinierende Werke eines modernen Gemmenschneiders aus dem niederbayerischen Passau.

 Der Vortrag gehört zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung »Ausgefallen und erlesen – Römische Gemmen der Kastelle Ruffenhofen, Dambach, Gnotzheim und Theilenhofen«, die noch bis zum 27.11.2022 im LIMESEUM Ruffenhofen zu sehen ist.

 Anmeldungen unter Tel. 09854-9799242 oder spontan zum Termin kommen!

winterzeit - museumszeit 2022/2023

Winterzeit - Museumszeit 2022/2023 Überleben - oder auch nicht?

 

Studium Generale 2022:

Produktion und Technik zur Römerzeit

Wir leben in sehr technik-affinen Zeiten. Das ist im 21. Jahrhundert auch selbstverständlich. Aber auch in der Antike spielte Technik eine bedeutende Rolle. Im Laufe der Jahrhunderte wurden im Römischen Reich viele Erfahrungen rund um technische Errungenschaften erweitert und ausgebaut. Viele Produktionen erfolgten fast in einem industriellen Maßstab. Die Vorträge widmen sich einzelnen Aspekten rund um das Thema „Produktion und Technik“. Auch in diesem Jahr können die Vorträge wieder einzeln besucht werden.

 13.10.22

Dr. Heinz Sperling (Köln)

„Frisch gebacken: von den Resten eines römischen Ziegelofens in Niedergermanien bis zu den Caracalla-Thermen in Rom – ein überraschend kurzer Weg“

 Ziegel oder Ziegelreste sind häufige Fundobjekte bei Grabungen mit römischem Zeithorizont. Aus einem Befund mit einem römischen Ziegelbrennofen im niedergermanischen Durnomagus konnten nun erstmals die Kapazität, die Belegschaftsstärke, der Brennmaterialverbrauch etc. einer Ziegelei konkret ermittelt werden. Überraschend war dabei, dass diese Erkenntnisse nicht nur für diesen Ofen gelten, sondern auch auf sehr viele Öfen im römischen Reich übertragen werden können; bis hin zu den Ziegeln für Großbauten in Rom. Spannend, wie wenig Personal beispielsweise am Ort und wie viele Öfen für Rom tätig waren.

 Heinz Sperling war vor seinem Archäologiestudium in verschiedenen Bereichen der pharmazeutischen Industrie als Controller, Stabsleiter etc. tätig. In seiner Dissertation hat er sich kon-kret mit der antiken Ziegelproduktion beschäftigt.

 27.10.22

Frank Wiesenberg

FIAT LUX – es werde Licht! Zu den frühen römischen Glasfenstern und ihrer Herstellung.

 Seit sich Anton Kisa vor fast 115 Jahren mit römischem Fensterglas auseinandersetzte ist viel über dessen Herstellung geschrieben worden. Der Begriff "gegossenes Fensterglas" hat sich für diese charakteristischen römischen Fundstücke manifestiert. Im Vortrag begibt sich Frank Wiesenberg auf Spurensuche an den römischen Originalen und stellt ein Verfahren vor, mit dem jetzt eine ganze Reihe von Fenstergläsern experimentell in einer nach römischem Vorbild rekonstruierten Glashütte hergestellt werden konnten. Über das Flachglas hinaus wird auch ein Streiflicht auf die nur kurz in Gebrauch befindlichen kuppelförmigen Fenstergläser der Antike geworfen.  

 Frank Wiesenberg forscht seit vielen Jahren zur Glasherstellung und ist Geschäftsführer der Römerwelt in Rheinbrohl.

 10.11.22

Rüdiger Schwarz M.A. (Bad Homburg)

„Die Römische Holzverarbeitung – Funde und Handwerkspraxis“

 In allen vorindustriellen Epochen war Holz der am vielseitigsten verwendbare und damit wichtigste Rohstoff. Das römische Holzhandwerk bietet zahlreiche Belege für eine differenzierte Handwerkstradition, die sich in den damaligen Berufsbezeichnungen ebenso abzeichnet wie bei den erhaltenen hölzernen Artefakten und Werkzeugen. Durch diese sind die unterschiedlichsten Bearbeitungstechniken, Holzkonstruktionen und Holzverbindungen belegt.

Trotz der umfangreichen archäologischen Überlieferung sind viele Fragen zu den verwendeten Techniken und dem Gebrauch bestimmter Werkzeuge ungeklärt. Praktische Versuche zum römischen Holzhandwerk haben sich in vielen Fällen als der richtige Ansatz erwiesen, um diese Wissenslücken zu schließen, teilweise mit überraschenden Ergebnissen.

Der Vortrag stellt anhand außergewöhnlicher Fundstücke und alltäglicher Werkzeuge das hochentwickelte römische Holzhandwerk dar und bezieht eigene experimentalarchäologische Arbeiten des Referenten ein.

 Rüdiger Schwarz kommt von der handwerklichen Seite und arbeitet als Museumspädagoge im Römerkastell Saalburg.

 24.11.22

Simon Sulk M.A. (Weißenburg)

„Von Demeter, den Nymphen und dem Grundstoff der Macht“

Römische Mühlentechnik und deren archäologische Zeugnisse

 In weit größerem Ausmaß als heute diente in der Antike Getreide zur Grundversorgung der Bevölkerung. Woher aber kamen die Unmengen an benötigtem Korn, wie wurde es verarbeitet und welche Produkte entstanden daraus?

Mit einem Schwerpunkt auf der Römischen Mühlentechnik und deren Nachweise blickt der Vortrag auf die Deckung alltäglicher Grundbedürfnisse, die allzu oft als selbstverständlich hingenommen werden und doch eine herausragende Rolle in römischer Zeit einnahmen.

 Simon Sulk ist in Bayern Koordinator für die archäologischen Welterbestätten und beschäftigt sich schon lange mit dem Limes und Alltagsthemen zur Römerzeit.

 

 Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit zu den Vorträgen gibt es unter Tel. 0981/ 468-6111, per E-Mail unter kontakt@vhs-lkr-ansbach.de  sowie im Internet: https://vhs-lkr-ansbach.de/.

 

Führungen und veranstaltungen für 2023 sind in vorbereitung und werden hier vorraussichtlich im dezember 2022 bekannt gegeben!